Budo & BujutsuBudo & Bujutsu

BUDO bedeudet wörtlich übersetzt “Kriegskunstweg. Im Gegensatz meint BUJUTSU die reine Technik der Kriegskunst, ohne inneren Weg und philosophischen Aspekt.

Während Bujutsu der Oberbegriff der reinen Kampftechniklehre ist, die die Effizienz nach außen als Priorität hat, ist das Budō eine auf das Innere des Übenden abzielende Tätigkeit. Wie in vielen japanischen Künsten liegt im Budō der Sinn eher im „Tun” als im Ergebnis. Es ist ein Prozess, dessen Ergebnis offen und oft auch nebensächlich ist.


 

Aus dem Budo entwickelte sich später das BUSHIDO , der Weg des Kriegers, des Budo Praktizierenden. Budo zielt auf die immer währende Übung einer Handlung in den Kriegskünsten ab. Stetiges Wiederholen führt schließlich zur absoluten Selbstkontrolle.
Budo ist nicht zu Kriegszeiten entstanden sondern in der friedlichen Edo Periode, hier entstand auch die moderne Idee der 10 Kyu Schülergrade und der nachfolgenden Dan Graduierungen.
Das Budo fand schließlich starke Parallelen zum Zen Buddhismus und viele Budoka fanden Ihre Erleuchtung in der Übung des Budo.


 

Der Begriff Bujutsu geht auf die tatsächliche Kriegskunst zurück und deren Techniken, die zum Überleben dienten.
Ein Meister einer Bujutsu-Schule (Ryū) hatte nur wenige ausgewählte Schüler, von denen wiederum einer der Erbe dieser Schule wurde (bevorzugt der älteste Sohn).
Dieser „Siegelbewahrer” knüpft sein Schicksal völlig an das Ryū und gewährleistet die Bewahrung der Lehre für die Zukunft. In vielen Bujutsu Schulen werden die Kerntechniken in formellen Abläufen (Kata) aufgezeichnet, deren Studium ein wesentlicher Bestandteil des Erlernens eines Ryū darstellt. Früher gab es Hunderte von Ryū, die aber zum größten Teil ausgestorben sind.

Die Fälschung von Abstammungslinien war und ist heutzutage ein beliebtes Mittel, um die eigene Kampfkunst zu legitimieren oder um sich zu profilieren und damit Geld zu verdienen. Deshalb ist den Interessenten an der einer Ausübung Koryū anzuraten, sich vorher genau über die Ryū und den Lehrer zu informieren.