TameshigiriTameshigiri

 

Als Tameshigiri bezeichnet man einen Schnittest mit dem Katana. Im Mittelalter wurde die Schärfe der Schwerter an erhängten Verbrechern erprobt.Die Samurai nahmen hier auch häufig Ihre Kinder mit zum Exekutionsplatz um mit ihnen zu “Schneiden” und sie so, auf das vergängliche Leben und den Tod vorzubereiten. Besonders geehrte Samurai durften dies auch an lebenden Verurteilten ausführen.
Heute werden speziell dafür hergestellte Reisstrohmatten (Omote Tatami) verwendet. Diese werden zuvor eine Nacht in Wasser getränkt und dann 4 Stunden abgetrocknet. Die Schnittdichte entspricht dann einer menschlichen Hand. Auch Bambusstämme sind gut geeignet für das Tameshigiri. Mit einem scharfen Schwert werden verschiedene Schnitte geübt: diagonale, horizontale, senkrechte, einhändige oder zweihändige Schnitte. An der Schnittfläche lässt sich die Qualität der Klinge, und die Schnitttechnik des Ausübenden erkennen.


 

Wichtig hierbei ist, dass der Winkel der Klinge exakt mit dem Winkel des Schnittes übereinstimmt, da anderenfalls das Schwert verkantet wird, und den sauberen Schnitt vereitelt und sogar zum Bruch der Klinge führen kann. Tameshigiri ist wichtiger Bestandteil des Kenjutsu! Ziel ist es nach dem ersten Schnitt das Schwert zu stoppen die Klinge zu drehen und so rasch wie möglich einen zweiten oder auch dritten korrekten Schnitt durchzuführen wobei man die Winkel beliebig ändern kann. !


 

Die Strohbündel werden meist in einem eigens dafür konstruierten Ständer befesigt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit das Schnittgut frei hängend zu “Schneiden”. Manche Sensei lassen auch Schüler mit einem Strohbündel vor sich niederknien und zerschneiden dieses dann in den Händen Ihrer Schüler. Tameshigiri kann eine tödliche Übung werden wenn man zu unvorsichtig ist also sollte man stets größte Vorsicht walten lassen